„Lebendiger Friedhof“ - Projekt von Vereinten Nationen geehrt

 
Foto: Gösta Berwing NWZ
 

Der Vareler Friedhof ist Heimat vieler Tiere und Pflanzen, von Vögeln bis zu Amphibien. Das ist ein Vorzeige-Projekt.

 

Varel - Der Friedhof ist ein Ort, an dem man inmitten aller Tränen auch Freude empfinden kann. Sei es das Vorbeihuschen eines Eichhörnchens, das Summen einer Hummel, zwitschernde Vogelstimmen oder der Anblick schöner Blüten – dies erinnert die Besucher wieder an das Leben. Mit dem Friedhof in Varel bieten neun Hektar mitten in der Stadt einen vielfältigen Lebensraum für Flora und Fauna. Seit dem Jahr 2009 wird versucht, in diesem Ökosystem gute Bedingungen für die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten und zu schaffen. Die Kirchengemeinde Varel und der Nabu Oldenburger Land haben seitdem eine ganze Reihe einfacher Artenschutzmaßnahmen durchgeführt.

Dank der Unterstützung einiger Helfer wurde ein Insektenhotel aufgestellt, Büppeler Konfirmanden haben eine Trockenmauer für Amphibien gebaut und blühende Sträucher für Schmetterlinge gepflanzt. Schüler fertigten 60 Nistkästen, die die Jugendfeuerwehr an den vielen Bäumen aufgehängt hat, und es wurden Staudenbeete an verschiedenen Stellen des Friedhofs angelegt. Finanzielle Hilfe gab es dafür von der Bingo-Umweltlotterie.

Das alles läuft unter dem Motto „Lebendiger Friedhof“. Darauf sind jetzt die Vereinten Nationen aufmerksam geworden. Sie hatten die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für den Erhalt der Natur einzusetzen. Menschen auf der ganzen Welt engagieren sich schon und haben bereits viel erreicht, um den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten.

Der Vareler Beitrag wurde am Samstag als offizielles Projekt dieser Aktion ausgezeichnet. Neben dem Festakt, bei dem die Auszeichnung feierlich übergeben wurde, gab es verschiedene Themenführungen, Einblicke in den Wandel der Bestattungskultur und in eine Steinmetzwerkstatt. Eine Cafeteria und ein Konzert in der Auferstehungskirche rundeten die Festveranstaltung ab.

Dazu waren Almut Kottwitz, Staatssekretärin des Niedersächsischen Umweltministeriums, Andrea Feyen, Umweltbeauftragte beim Oberkirchenrat, Rolf Grösch, Vorsitzender beim NABU Oldenburger Land, und Sigrid Rakow von der Bingo-Umweltstiftung nach Varel gekommen, um die Erfolge der Vareler anzuschauen. Zudem konnte Pfarrer Tom Oliver Brok auch Martin Heinze vom Naturschutzbund (Nabu) und interessierte Besucher in der Auferstehungskirche begrüßen. Für den musikalischen Rahmen des Festakts spielte Kantor Thomas Meyer-Bauer die Orgel. Nach einem Rundgang durch die Ausstellungen und über den Friedhof lauschten die Gäste den besinnlichen Klängen des Folk-Trios „DreyBartLang“.

 

Von Gösta Berwing, NWZonline

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"Lebendiger Friedhof"Foto: Gösta Berwing NWZ

Freuen sich über die Auszeichnung von den Vereinten Nationen (UN) (von links): Almut Kottwitz, Sigrid Rankow, Rolf Grösch, Martin Heinze, Andrea Feyen, Tom Oliver Brok und Heidrun Bleß

Martin Heinze vom NABU im Gespräch mit Sigrid RakowFoto: Martin Heinze NABU

Martin Heinze vom NABU im Gespräch mit Sigrid Rakow

 
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