Minister mag Mühlen-Klopse

 
Foto: Torsten von Reeken NWZ
 

Thema war natürlich auch die Diskussion um die vegetarische Wurst. Der grüne Minister stärkte dem Zwischenahner Unternehmen den Rücken.

 

Bad Zwischenahn Industrielle Lebensmittelproduktion gehört auf den ersten Blick nicht unbedingt zu den Produktionsweisen, die ein grüner Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bevorzugen würde. Beim Besuch des niedersächsischen Ministers Christian Meyer bei der Firma Rügenwalder Mühle in Bad Zwischenahn war am Donnerstag trotzdem viel Übereinstimmung zu spüren. Das liegt – natürlich – an der fleischlosen Produktlinie der Zwischenahner. Und das liegt natürlich auch an dem Gegenwind, den die Rügenwalder Mühle mit dieser Produktlinie in den vergangenen Monaten aus der CDU bekommen hat.

Nachdem die Niedersächsische Union im Streit um vegetarische Wurst und Schnitzel schon wieder zurückrudert, bleibt noch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) bei seiner Ansicht: Nur was aus einem Tier hergestellt wurde, sollte Wurst oder Schnitzel heißen dürfen.

„Wenn Schmidt sich durchsetzt, fährt diese Branche vor die Wand“, warnte Godo Röben, Geschäftsführer Marketing und Forschung & Entwicklung bei der Rügenwalder Mühle, im Gespräch mit Minister Meyer, dem Grünen Landtagsabgeordneten Hans-Joachim Janßen aus Varel und seiner SPD-Kollegin Sigrid Rakow (Edewecht).

Die Zustimmung des Grünen-Ministers war eindeutig: Verbraucherschutz-Organisationen, Kunden, Hersteller: Niemand, so Meyer, habe ein Problem mit dem vegetarischen Schnitzel. Ein Verbot dieser Bezeichnung würde dagegen Arbeitsplätze gefährden, eingeführte Markennamen zerstören und den Verbraucher mehr verwirren als unterstützen.

Auch in anderen Fragen gab es große Übereinstimmung. Meyer wünscht sich klare Kennzeichnungen zum Tierwohl auf den Produkten, die aus Fleisch oder auf Basis von Milch und Eiern hergestellt werden – eine Forderung, der sich Godo Röben durchaus anschließen konnte.

Bei einer Führung durch die Produktionsstätten in Bad Zwischenahn hatten Meyer und die Landtagsabgeordneten sich zuvor von Thomas Wittkowski, Betriebs- und Geschäftsleiter Produktion bei der Rügenwalder Mühle, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Produktion von vegetarischen und fleischhaltigen Wurstwaren und Brotaufstrichen demonstrieren lassen.

Meyer zeigte sich beeindruckt von der Pionierleistung des Zwischenahner Unternehmens, das 2014 als erster großer Hersteller in die Veggie-Produktion eingestiegen war und mittlerweile 20 Prozent von Absatz und Umsatz mit dieser Linie erzielt. Und die Zeichen stehen auf Wachstum: „In drei Jahren wollen wir bei 40 Prozent sein“, sagte Godo Röben. „Wenn man den Mut hat, kann so etwas klappen“, sagte Meyer – er sei froh, ein so innovatives Unternehmen in Niedersachsen zu haben.

 

Von Christian Korte, NWZonline

 

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Minister meyer lässt sich die Produktion zeigen Foto: Torsten von Reeken NWZ

Vegetarische Frikadellen am laufenden Bad (von links): Produktionsleiter Heiko Röder und Katrin Koziol, stv. Leiterin Forschung und Entwicklung, erläutern Minister Christian Meyer die Produktion bei der Rügenwalder Mühle.

 
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